CHI SONO/ÜBER MICH
Marco Degl’Innocenti è nato a Perugia il 1 giugno 1948. Giornalista professionista dal 1973 ha la Germania come sua seconda Patria. Oltre a quella italiana, possiede anche la cittadinanza tedesca. Proprio in Germania, nella redazione italiana del Deutschlandfunk di Colonia (radio nazionale tedesca) è decollata la sua lunga carriera di giornalista e comunicatore. Dopo essere stato capo ufficio stampa del Gruppo Fiat a Francoforte ed a Londra e successivamente dell’Italdesign-Giugiaro di Moncalieri (Torino), dal 1999 è tornato a vivere stabilmente in Germania, a Greifenberg (Monaco di Baviera). Ha scritto per la Gazzetta dello Sport, principalmente di calcio e di F1, fino al 2013. In pensione, continua a collaborare a varie testate italiane.
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Marco Degl’Innocenti wurde am 1. Juni 1948 in Perugia (Italien) geboren und hat Deutschland als seine zweite Heimat erkoren. Neben der italienischen besitzt er auch die deutsche Staatsangehörighkeit. Es war in Deutschland in der italienischen Redaktion des Deutschlandfunks in Köln, wo seine lange Karriere als Journalist und Kommunicator begann. Nach seiner Tätigkeit als Leiter der Pressestelle des Fiat-Konzerns in Frankfurt und London und anschließend bei Italdesign-Giugiaro in Moncalieri (Turin) seit 1999 lebt er wieder dauerhaft in Deutschland, in Greifenberg (München), und schrieb bis 2013 für La Gazzetta dello Sport hauptsächlich über Fußball und die Formel 1. Im Ruhestand arbeitet er weiterhin mit verschiedenen italienischen Medien zusammen.
Über Pizza und Gastarbeiter hinaus: Italienerinnen und Italiener, die das heutige Deutschland mitgestalten

Ein ESO-Wissenschaftler begleitet eine Gruppe des italienischen Fortbildungsprogramms für Lehrkräfte bei einer Führung durch die ESO-Ausstellung über Supernovae. Uno scienziato dell’ESO – European Southern Observatory, (Osservatorio Europeo Australe). – con sede a Monaco di Baviera – accompagna un gruppo di partecipanti al programma italiano di formazione e aggiornamento per insegnanti in una visita guidata alla mostra dell’ESO dedicata alle Supernove.: Credit ESO
(Ausnahmsweise veröffentlichen wir zuerst den deutschen Text dieses Artikels, anschließend folgt die italienische Übersetzung. Eccezionalmente pubblichiamo prima la versione in tedesco di questo articolo. A seguire la traduzione in italiano)
Von Valentina Linzalata *
MÜNCHEN – Für viele Deutsche ist Italien in Deutschland noch immer mit vertrauten Bildern verbunden: der Pizzeria um die Ecke, der Eisdiele an der nächsten Straße, den Familien, die während des Wirtschaftsbooms nach Deutschland kamen, und der Geschichte der Gastarbeiter, die nach dem Zweiten Weltkrieg zum wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik beitrugen. Diese Geschichte ist ein wichtiger Teil der gemeinsamen Vergangenheit beider Länder. Doch sie reicht längst nicht mehr aus, um eine Gemeinschaft zu beschreiben, die sich grundlegend verändert hat. Italienerinnen und Italiener in Deutschland sind heute auch Forschende, Ingenieure, Ärztinnen und Ärzte, Unternehmer und Fachkräfte, die das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Leben des Landes mitgestalten.
Nach Angaben des italienischen diplomatischen und konsularischen Netzwerks waren zum 30. September 2026 mehr als 909.000 italienische Staatsangehörige in den deutschen Konsularregistern erfasst. Eine große und vielfältige Gemeinschaft, die eine Frage aufwirft: Wie kann Italien den Kontakt zu Bürgerinnen und Bürgern aufrechterhalten, die sich in Deutschland ein berufliches und familiäres Leben aufgebaut haben?
Vor diesem Hintergrund fand die Dienstreise von Massimo Dell’Utri, Unterstaatssekretär im italienischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, statt. Am 13. und 14. Oktober 2026 traf er Vertreterinnen und Vertreter einer Gemeinschaft, die sich verändert hat: Italienerinnen und Italiener in Deutschland sind heute auch Forschende, Ingenieure, Ärztinnen und Ärzte, Unternehmer und Fachkräfte, die das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Leben des Landes mitgestalten.
In meinem Interview mit Dell’Utri ging es unter anderem um die Distanz, die manche Italienerinnen und Italiener gegenüber den italienischen Institutionen empfinden. Wer dauerhaft in Deutschland lebt, kommt mit dem Konsulat vor allem bei ganz konkreten Anliegen in Kontakt: bei Dokumenten, Fragen der Staatsangehörigkeit, Personenstandsangelegenheiten und Verwaltungsverfahren. Der Unterstaatssekretär bezeichnete die Verbesserung der konsularischen Dienstleistungen durch Vereinfachung und digitale Innovation als ein wichtiges Ziel, um die Institutionen zugänglicher zu machen.
Neben den Dienstleistungen spielt auch die wirtschaftliche Dimension eine Rolle. Die Stärkung des sogenannten Sistema Italia soll die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Handelskammern und öffentlichen Einrichtungen fördern und Investitionen sowie bilaterale Beziehungen voranbringen. In einem Land mit einer starken industriellen Basis und einer hoch entwickelten Forschungslandschaft können italienische Fachkräfte eine Verbindung zwischen Kompetenzen, Märkten und neuen Möglichkeiten schaffen.
Auch die politische und gesellschaftliche Interessenvertretung gehört zum Verhältnis zwischen Bürgerinnen und Bürgern und den Institutionen. Am 4. Dezember 2026 finden die Wahlen zu den Comitati degli Italiani all’Estero (Com.It.Es.), den Vertretungen der Italienerinnen und Italiener im Ausland, statt. Wer teilnehmen möchte, muss bis zum 4. November die Eintragung in das entsprechende Wählerverzeichnis beantragen. Denn die Registrierung im italienischen Auslandsregister AIRE allein führt nicht automatisch dazu, dass die Wahlunterlagen zugeschickt werden.
Die Com.It.Es. sind keine gesetzgebenden Organe und ersetzen auch nicht die Konsulate. Sie vertreten die Anliegen der italienischen Gemeinschaft und fördern kulturelle und soziale Initiativen im Aufenthaltsland. Durch die Zusammenarbeit mit deutschen Vereinen, Kulturorganisationen und lokalen Institutionen können sie zudem Begegnungen ermöglichen und gemeinsame Projekte anstoßen. Ihre Bedeutung reicht damit über die italienische Gemeinschaft hinaus: Sie können den Dialog zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen fördern und die gesellschaftliche Teilhabe vor Ort stärken.
Die italienische Gemeinschaft in Deutschland kann eine wichtige Rolle dabei spielen, eine der bedeutendsten Beziehungen innerhalb Europas weiter zu festigen: die zwischen Italien und Deutschland. Dabei geht es nicht nur um Handel und Industrie, sondern ebenso um wissenschaftliche Forschung, Innovation, Kultur und die Beziehungen, die täglich zwischen Menschen, Universitäten und Unternehmen entstehen. In einer Zeit, in der Europas Wettbewerbsfähigkeit immer stärker davon abhängt, wie gut die Länder zusammenarbeiten, Kompetenzen vernetzen und Chancen gemeinsam nutzen, sind Menschen, die beide Länder kennen, eine konkrete Ressource.
Auch der Wandel der italienischen Präsenz in Deutschland lässt sich aus dieser Perspektive betrachten. Sie ist längst nicht mehr nur eine Geschichte von Auswanderung und Integration, sondern ein aktiver Bestandteil einer bilateralen Beziehung, die zur wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Zukunft Europas beitragen kann. Diese Verbindung zu stärken bedeutet, nicht nur die großen institutionellen Beziehungen zu fördern, sondern auch berufliche Netzwerke, lokale Kooperationen und kulturelle Begegnungen, die beide Gesellschaften miteinander verbinden. Italienerinnen und Italiener in Deutschland sind nicht einfach eine Brücke zwischen ihrem Herkunftsland und dem Land, in dem sie leben: Sie sind ein Teil beider Gesellschaften. Gerade diese doppelte Zugehörigkeit kann zu einem Vorteil für Italien, Deutschland und Europa insgesamt werden.
- Valentina Linzalata ist eine ausgebildete Journalistin und sozialpolitische Podcasterin, die die Entwicklungen, Veränderungen und die Stimme der italienischen Gemeinschaft im Ausland aufmerksam verfolgt.
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Oltre la pizza e i Gastarbeiter: gli italiani nella Germania di oggi
Di Valentina Linzalata *
MONACO DI BAVIERA – Per molti tedeschi, l’Italia in Germania è ancora associata a immagini familiari: la pizzeria sotto casa, la gelateria all’angolo, le famiglie arrivate negli anni del boom economico e la storia dei Gastarbeiter, i lavoratori stranieri che contribuirono alla crescita della Germania occidentale nel dopoguerra. È una parte importante della storia comune dei due Paesi, ma non basta più a raccontare una comunità profondamente cambiata. Oggi gli italiani in Germania sono anche ricercatori, ingegneri, medici, imprenditori e professionisti che partecipano alla vita economica, scientifica e culturale del Paese.
Secondo i dati della rete diplomatica e consolare italiana, al 30 settembre 2026 risultavano registrati nei registri consolari tedeschi oltre 909.000 cittadini italiani. Una presenza numerosa e diversificata, che solleva una domanda: come può l’Italia mantenere un rapporto concreto con cittadini che hanno costruito la propria vita professionale e familiare in Germania?
È in questo contesto che si inserisce la missione istituzionale di Massimo Dell’Utri, sottosegretario agli Affari Esteri e alla Cooperazione Internazionale, che il 13 e 14 ottobre 2026 ha incontrato le comunità italiane a Stoccarda e Monaco di Baviera. Nel capoluogo bavarese, il confronto con ingegneri, fisici e ricercatori ha richiamato l’attenzione sul valore delle competenze italiane all’estero e sul potenziale di una collaborazione più stretta tra i due Paesi.
Nel corso della mia intervista con Dell’Utri, ho affrontato anche la distanza che alcuni connazionali avvertono nei confronti delle istituzioni italiane. Per chi vive stabilmente in Germania, il rapporto con il consolato riguarda questioni concrete: documenti, cittadinanza, stato civile e procedure amministrative. Il miglioramento dei servizi consolari, attraverso semplificazione e innovazione digitale, è stato indicato dal sottosegretario come un obiettivo importante per rendere le istituzioni più accessibili.
Accanto ai servizi c’è la dimensione economica. Il rafforzamento del cosiddetto Sistema Italia mira a favorire la collaborazione tra imprese, camere di commercio e agenzie pubbliche,promuovendo investimenti e relazioni bilaterali. In una Germania caratterizzata da un forte tessuto industriale e da un sistema di ricerca avanzato, i professionisti italiani possono rappresentare un ponte tra competenze, mercati e opportunità.Il rapporto tra cittadini e istituzioni passa anche attraverso la rappresentanza. Il 4 dicembre 2026 si terranno le elezioni dei Comitati degli Italiani all’Estero, i Com.It.Es. Per partecipare,gli elettori devono richiedere l’iscrizione nell’apposito elenco entro il 4 novembre: essere iscritti all’AIRE, infatti, non comporta l’invio automatico del plico elettorale.
I Com.It.Es non sono organi legislativi e non sostituiscono i consolati. Rappresentano le esigenze della comunità italiana e promuovono iniziative culturali e sociali nel Paese di residenza. Attraverso collaborazioni con associazioni tedesche, organizzazioni culturali e istituzioni locali, possono inoltre creare occasioni d’incontro e progetti condivisi. Il loro ruolo, quindi, non riguarda soltanto gli italiani: può contribuire al dialogo tra comunità diverse e alla partecipazione alla vita sociale del territorio.
La comunità italiana in Germania può svolgere un ruolo importante nel rafforzare uno dei legami più significativi in Europa: quello tra Italia e Germania. Non soltanto attraverso gli scambi commerciali e industriali, ma anche grazie alla ricerca scientifica, all’innovazione, alla cultura e alle relazioni costruite ogni giorno tra persone, università e imprese. In un momento in cui la competitività europea dipende sempre più dalla capacità di collaborare, mettere in rete competenze e condividere opportunità, chi conosce entrambi i Paesi rappresenta una risorsa concreta.
È anche da questa prospettiva che va letta la trasformazione della presenza italiana in Germania.Non più soltanto una storia di emigrazione e integrazione, ma una componente attiva di un rapportobilaterale che può contribuire al futuro economico e sociale dell’Europa. Rafforzare questo asse significa valorizzare non solo le grandi relazioni istituzionali, ma anche le reti professionali, le collaborazioni locali e gli scambi culturali che tengono unite le due società. Gli italiani in Germania non sono semplicemente un ponte tra il Paese d’origine e quello in cui vivono: sono parte integrante di entrambi, e proprio questa doppia appartenenza può diventare un vantaggio per Italia, Germania e per l’Europa nel suo insieme.
- Valentina Linzalata è una giornalista professionista e podcaster sociopolitica che segue da vicino le dinamiche, i cambiamenti e la voce della comunità italiana all’estero.
I miei articoli / Alle Beiträge
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